San Diego ist vom Klima her ja so gelegen dass in “San Diego County” 4 Klimazonen zu finden sind. Innerhalb von 1.5 Stunden Autofahrt kann man alles haben. Von der Küste zum Schifahren, Wüste und Regen. In Balboa Park gibt es ein ganz tolles Gewächshaus welches eigentlich nur ein Käfig ist, also ohne Glas rundum und hier wuchert alles was bei uns daheim nur spärlich spriesst.
Hier gibt es kaum ein Mittelmaß. Entweder sind die Menschen furchtbar dick und fett oder sie trainieren den ganzen Tag und sehen beneidenswert aus. Wir haben – speziell in San Diego – viele Menschen gesehen die in der glühenden Hitze laufen und trainieren.
Bei unserem Besuch im Balboa Park sind uns immer wieder Mütter mit Kinderwägen aufgefallen die gelaufen sind.
Wir sind dem nachGEGANGEN und haben den geheimen Workout – Platz der Mamis von San Diego gefunden.
Wenn man als Kleinunternehmen am Rande der Interstate 5 zu Hause ist, dann muss man schon zu ungewöhnlichen Mitteln greifen um die Kundschaft auf die Dienste des “Palm Readers” (Handleser) aufmerksam zu machen. Uns hat das schon imponiert und wir haben uns zwar nicht die Zukunft weissagen lassen, aber wir sind von der I5 abgefahren und haben das für euch fotografiert:
Wir waren ja den ganzen Tag wieder unterwegs um wenigstens ein bisserl was von San Diego kennen zu lernen.
Zurück ging es dann über “Little Italy” der grössten italienischen Gemeinde in Californien. Die sind nach dem Erdbeben in San Francisco 1906 alle als Fischer nach San Diego gekommen. Wir amüsieren uns sehr wie die Amis “Little Italy” aussprechen. Schnell “Little Italy” gesprochen klingt wie jodeln!
Morgen werden wir “Balboa Park” erkunden, dort sind wir heute 2x durch gefahren, das ist sehr interessant.
Coronado ist eine “Insel” direkt vor San Diego und mit einer 2km langen Brücke mit dem Festland verbunden.
Von Coronado aus hat man einen wunderbaren Blick auf San Diego:
3 Dinge machen Coronado so bekannt:
1. Das Coronado Hotel
2. Der berühmte Sandstrand
3. Die Navy SEAL´s:
WIR werden mal sehen ob hier noch “Advertising Agencies” benötigt werden…
Das berühmte Foto von Alfred Eisenstädt vom Times Square in New York 1945 wurde hier als 25 ft hohe Statue am Strand aufgestellt. Sehr beeindruckend und das Bild hat ja eine interessante Geschichte.
Der Seemann der die Krankenschwester küsst. Die beiden haben sich vorher und nachher nie wieder gesehen und waren weder bekannt noch sonst was. Erst 40 Jahre später hat man – eben weil das Bild so berühmt wurde – die beiden ausgeforscht und bei einer Feier als Rentner wieder der Öffentlichkeit präsentiert – typisch amerikanisch!
Der US-Amerikaner ist ja ein rechter Patriot. Das ist für uns komischerweise manchmal etwas peinlich, aber irgendwie verstehe ich das auch schön langsam. Die USS Midway ein Flugzeugträger liegt hier in San Diego als Museumsschiff, da 1996 ausser Dienst gestellt.
Wir schauen uns das an, da man als Österreicher – zwar mit glorreicher Maritimer Vergangenheit gesegnet – eher selten einen Flugzeugträger sieht.
Man spaziert mit einem Kopfhörer und Audioplayer durch das Schiff und bei Tafeln gibt man die Nummer ein die dort steht und kann so wissenswertes über den Ort erfahren an dem man gerade steht. Sehr interessant und für mich – als dem militärischen ja generell zugeneigtem Menschen – ergibt sich nur ein Fazit: Auf einem Flugzeugträger möchte ich nur als Kapitän oder Admiral Dienst tun!
Wir sind nach einer – klimatisch bedingten – sehr angenehmen Nacht und einem herzhaften Frühstück in Richtung “Old Town” gefahren. Das dauerte fast eine halbe Stunde, denn San Diego ist eigentlich sehr gross, hat auch über 3 Millionen Einwohner und wir sind hier im Stadteil “Chula Vista” im Süden der Stadt.
“Conductor” Kaye erweist sich als wandelndes Lexikon und hat Spass mit uns, weil er im Gymnasium ein bisserl Deutsch gelernt hat. Ich bin drauf gekommen, dass das eigentlich mein Idelaberuf wäre: Geschichten erzählen und Auto fahren!
Die Geschichte von San Diego ist ja ganz interesant und Alonzo Horton hat dazu sehr viel bei getragen in dem er den ganzen Flecken Land um ein Butterbrot gekauft hat.
Die “old Town” von San Diego ist eine Art Freilichtmuseum. Hier wird mit den mexikanischen Wurzeln von San Diego versucht den Touristen das Geld aus der Tasche zu ziehen und das funktioniert scheinbar gar nicht so schlecht.
Das nächste Bild widmen wir unserer Tochter Bianca, sie kennt die Geschichte und weiss warum.
Wir fahren ganz nach Süden an die mexikanische Grenze und dort ziemlich lange an der Grenze entlang. Eine wunderbar asphaltierte Strasse die der Geheimtipp aller Biker zu sein scheint, denn ausser Bikern und der “Border Patrol” kommt uns hier niemand entgegen.
Die Grenze zwischen Mexico und den USA ist hier ein Hightech-Zaun und -Grenzgebiet. Da patrouliert alles herum was Beine hat und die Grenze ist ja auch technisch sehr hochgerüstet. Das alles um zu verhindern dass die mexikanischen Erntearbeiter über die Grenze kommen damit die dann die Früchte Ernten die wir essen…
Ich versuche hier mal nicht zu zynisch zu werden, da das Problem dieser Grenze sicherlich viel komplexer ist und nicht mit Hunden und Hightech zu lösen sein wird. Aber wenn ich mir das so ansehe, dann hat da eher die Politik beider Länder versagt.
Wir kommen in eine Strassensperre der Border Patrol und der Typ frägt mich ein bisserl was während der andere mit dem Hund herumschnüffelt.
Kurz darauf kommen wir nach San Diego und haben vergessen was das für eine riesige Stadt ist! Die Adresse des KOA hat sich geändert, der ist zwar immer noch an der selben Stelle wie die letzten beiden male, aber die Strasse heisst jetzt anders. Prompt führt uns unser Navi 9 Meilen weiter…
Aber wir finden her und es ist Wochenende also auch entsprechend viele Kinder anwesend. Aber das Klima ist toll und wir werden heute sicherlich hervorragend schlafen. Ich bin müde und KO von den letzten Tagen Fahrerei aber wir sind ja jetzt 3 Tage in San Diego.
Christoph: Wir fahren wahrscheinlich nach Tijuana, sollen wir dir ein paar Bilder machen für deinen Roman?



































