Unser dauerndes Ziel immer die “Scenic Routes” zu fahren um ja immer an der Küste entlang nach Norden zu tuckern führte uns geradewegs ins Camp der US Marines in Pendleton.
Es war von der Strassenführung etwas unklar und so sind wir plötzlich auf einer Strasse gewesen wo links und rechts ein hoher Zaun war. Vor uns kam dann so ein Wachhäuschen mit einem bewaffneten Bubi davor der schon von einem Ohr zum anderen gegrinst hat. “There are a lot of you guys comming that street” meinte er. Ich sagte nur: “Seems that we all are a bit stupid…” Da war er dann ganz erschrocken und hat sich entschuldigt dass er es ja so nicht gemeint hat. Hehe, er war richtig liab! Aber hinter dem Häuschen konnten wir dann umdrehen und wieder raus fahren. Die hätten mich aus Altersgründen eh nicht genommen…
Für den lieben Christoph haben wir dann noch ein bisserl die seltsamen Autos fotografiert die die dort haben – ich weiss ja er findet besonderen Gefallen daran! Der Freeway führt nämlich über viele Meilen genau durch das Übungsgelände.
Wir haben uns sehr sicher gefühlt!
Hier schaut man halt auf den Nachbarn. Soll bedeuten wenn ein verdächtig erscheinendes Subjekt sich dem Anwesen des Nachbarn nähert dann wird schon Alarm gegeben. Sehr praktisch, jeder beobachtet jeden. Das ist aber noch gar nichts gegen die mit hohen Zäunen und elektronischer Zugangskontrolle samt Wachhäuschen eingezäunten Siedlungen die wir noch gesehen haben.
Über die Grenze zu Mexico habe ich ja schon mal berichtet, aber wir sind noch mal zur Grenze gefahren weil dort ein riesiges Outlet-center gebaut wurde. Damit die Mexicans auch sehen was es bei den Amis schönes zu kaufen gibt. Ich glaube das Spektakel welches die Amis hier machen ist schon auch viel Inszenierung. Für den Durchschnittsami der aus dem riesigen Land eh nie raus kommt muss eine Grenze einfach was spektakuläres sein. Er muss auch das Gefühl haben im eigenen Land richtig sicher und wohl beschützt zu sein. Wir Mitteleuropäer sehen das alles naturgemäss mit anderen Augen. Aber ich will hier nicht über gut oder falsch richten sondern euch ein paar Eindrücke in Form von Bildern geben:
Damit niemand versehentlich seine Kanone mit nimmt.
…oder noch Munition eingesteckt hat!
Ob HIER wirklich jemals wer über den Zaun geklettert ist?
Die Coast Guard fliegt wirklich so tief!
Der Blick hinüber…
Das gestrige “Probepacken” hat uns dazu bewogen noch einen Koffer zu kaufen. Schuhe, Jacken und T-Shirts lassen die beiden Koffer ballonähnlich aussehen. Das werden die nicht überleben – den Transport.
Wir sind schon ein bisserl wehmütig weil es jetzt noch 2x schlafen ist und dann gehts zum Flughafen und nach einer langen Wartezeit werden wir in den Flieger steigen und in München ankommen.
Es wird sich noch genug Zeit ergeben über unsere Reise zu philosophieren, aber gleich vorweg möchte ich sagen dass es wunderschön war. Anstrengend und sehr lustig, wir haben viel gesehen und erlebt und das sind Erinnerungen die wir immer in uns haben werden.
Ich kann nur jedem dieses Land als Reiseziel empfehlen. Es ist schön und gross und abwechslungsreich und wunderbar.
So, und jetzt fahren wir einen Koffer kaufen und dann nach Los Angeles, dem letzten Ort unserer Rundreise. Die 3.000 Meilen haben wir auch schon geschafft!
Der Strand ist wirklich phantastisch, total weicher Sand und der Wind bläst angenehm. Bald allerdings fühlen wir uns etwas “sandgestrahlt” und knirschen schon mit den Zähnen. Hier noch ein paar Bilder und dann gehts zurück zum KOA, heute wollen wir Grillen und mal zur Probe unsere Koffer packen. Ich glaube ja nicht dass wir alles in die 2 Koffer bekommen, Brigitte ist überzeugt davon. Wie ich uns kenne hat SIE recht!
Wir haben den Nachmittag wieder in Coronado verbracht und haben uns die vielen wunderschönen Häuser angesehen. Das ist ja eine sehr seltsame Bauweise, da sogar Häuser die gemauert aussehen aus Holz sind. Alles wird hier aus Holzbalken und Pressholzplatten zusammen gezimmert. Geht schnell, man ist flexibel beim Bauen und Wärmedämmung – wozu?
Was dann aussieht wie Ziegelsteine wird einfach auf die Holzplatten geklebt und verspachtelt.
In Balboa Park sind sehr viele Museen zu finden und wir haben beschlossen uns ein paar davon an zu sehen. Leider ist Montag und da haben viele Museen Ruhetag. Aber wir haben die schönen Gebäude und den Park besichtigt und sind dann zum “Natural History Museum” gekommen.
Dort haben wir die Gelegenheit genutzt und uns die Ausstellung “Body Worlds” von Gunther v. Hagen – bei uns besser bekannt als “Körperwelten” – angesehen. Das war sehr beeindruckend mal zu sehen woraus wir bestehen, funktionieren und wie wir innen aussehen. Das ist sehr toll gemacht, auch wenn man am Anfang ein etwas mulmiges Gefühl dabei hat, es sollte jeder mal sehen.
Der Rest des Museums war nicht so besonders und mit unserem “Haus der Natur” nicht zu vergleichen.



























